Im Dezember 2025 wandte die Autorin Ira Peter sich mit ihrer Lesung aus dem Buch „Deutsch genug?“ besonders als die Community der Russlanddeutschen, aber auch an andere Interessierte, die in ihrem Leben mit den Themen Migration, Integration, Vertreibung, Flucht etc. in Berührung gekommen sind.
Eine Besonderheit, die die Relevanz des Themas unterstreicht: Während der Öffentlichkeitsarbeit zeigten sich Mitglieder der russlanddeutschen Community immer wieder angetan von der Idee und Umsetzung der Veranstaltung – sagten aber ihrerseits ab, weil ihre eigenen Erfahrungen rund um ihre (Re)Migration nach Deutschland so schmerzhaft seien, dass sie eine Retraumatisierung fürchteten. Folglich hatten das Jugendforum sowie Multikulturelles Forum und DKH als Kooperationspartner bei der Auswahl von Gast und Thema offensichtlich „ins Schwarze getroffen“.
Zunächst las Ira Peter dann Stellen aus dem Buch, die dem Publikum einiges an Faktenwissen zu den Menschen deutscher Abstammung aus dem ehemaligen russischen Reich vermittelten - über deren Geschichten, ihre Migration bzw. Vertreibung oder Flucht nach Deutschland, das Ankommen hier usw. Dann las sie viele Stellen mit persönlichen (Familien)Geschichten, da sie selbst als kleines Kind aus der damaligen Sowjetunion nach Deutschland kam. Schließlich gab es eine offene Diskussion mit vielen lebhaften Beiträgen aus dem Publikum.